Immobilienkauf: Kosten und Nebenkosten beachten

Beim Immobilienkauf ist in der Regel nicht nur das begehrte Objekt selbst für die Kaufentscheidung Ausschlag gebend, sondern der Preis und die Nebenkosten. Da es sich beim Immobilienkauf um Objekte in Kaufkategorien handelt, die einem möglicherweise ein halbes Leben lang Kosten abverlangen, trifft man die Entscheidung dafür oder dagegen erst nach langer und intensiver Überlegung mit dem Bleistift und dem Kalkulator. Deshalb ist es wichtig zu wissen, dass man sich beim Immobilienkauf nicht vom reinen Kaufpreis beeinflussen lassen sollte, obwohl dieser natürlich den wichtigsten Rechnungsposten in der Gesamtrechnung ausmacht. Stattdessen sollte man sich auf den Endpreis konzentrieren und über diese Summe entscheiden, ob man sie aufbringen kann bzw. möchte, oder eher nicht.

Der Kaufpreis beim Immobilienkauf ist nämlich immer nur die Basis, aufgrund derer sich der eigentliche Endpreis errechnet. Das bedeutet, auf die Kosten für das Haus oder die Eigentumswohnung kommen immer noch diverse Nebenkosten hinzu.

Leider werden die Nebenkosten oftmals nicht bei der Kaufentscheidung mit berücksichtigt, so dass es bei der Endrechnung nicht selten zu bösen Überraschungen kommt. Die wichtigsten Nebenkosten, mit denen man beim Immobilienkauf zu rechnen hat, sind diese:

– Kosten für die Maklercourtage: Da in der Regel Immobilienvermittlungen sinnvollerweise über einen Immobilienmakler abgewickelt werden, zahlt der Käufer bei Zustandekommen eines Kaufvertrages an den Makler die fällige Courtage. Derzeit liegt die Durchschnittscourtage bei etwa 5,95 % vom Kaufpreis der Immobilie, worin die Nebenkosten für die gesetzliche Mehrwertsteuer schon eingerechnet sind. Die Maklercourtage kann regional in ihrer Höhe schwanken.

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– Kosten für den Notar: Der Notar muss alle zu beglaubigenden Geschäftsabwicklungen überwachen und bestätigen, aber auch mit dem Grundbuchamt kooperieren, damit der alte Grundbucheintrag gelöscht und der neue Eigentümer eingetragen wird. Man kann die Nebenkosten, die für die notarielle Abwicklung beim gesamten Immobilienkauf anfallen, nicht ad hoc beziffern. Sie ergeben sich aus der Gebührenordnung für Notare.

– Kosten beim Grundbuchamt: Das Grundbuchamt nimmt seine Eintragungen, Änderungen, Streichungen und Neueitragungen nicht kostenfrei vor, sondern rechnet prozentual am Immobilienwert gemessen, seine Gebühren ab.

– Kosten für die Grunderwerbsteuer: Auch das Finanzamt bittet neue Eigentümer für ihren Grunderwerb gleich zur Kasse. Das betrifft nicht nur Hausbesitzer, sondern auch Eigentümer einer Wohnung, bei denen der Grundbesitz anteilig errechnet wird.

Wie man sieht, sind die Kosten mit dem Kaufpreis beim Immobilienkauf noch lange nicht erschöpft. Die alte Faustregel „Kaufpreis plus zehn Prozent“ muss nicht immer stimmen, gibt aber durchaus einen guten Schätzwert ab. Am besten stellt man sich auf etwas mehr als zehn Prozent Nebenkosten zzgl. zum Kaufpreis ein. Nur wenn man diese tatsächlich stemmen kann, sollte man den Immobilienkauf tätigen.

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